Zeitzeugenerinnerungen

 

Der Forschungsverbund Universitätsgeschichte betrachtet es als einer seiner wichtigsten und vornehmsten Aufgaben das vorhandene lebendige Wissen ehemaliger Angehöriger unserer Universität zu dokumentieren und für die Nachwelt zu bewahren.

Wir haben daher in verschiedenen Projekten Zeitzeugenrinnerungen gesammelt, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten:

 

Publizierte ZeitzeugenerinnerungenKarl-Heinz Kimmel: Die Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 1948-1968Erschienen als Band 1 in der Reihe "Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge - Zeitzeugenerinnerungen".

Studentisches Engagement an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1946-2016Kontakt:
Charlotte Backerra M.A.
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Historisches Seminar – Neuere Geschichte
55099 Mainz
charlotte.backerra@uni-mainz.de
Weitere Informationen
Schriftliche Zeitzeugenerinnerungen an die Frühzeit der UniversitätHans-Heinrich Brixius
Student der Mathematik, Physik und Chemie ab 1948
Zum Interview
Marlis Gleichauf
Studentin der Medizin ab 1946
Zum Interview
Peter Norbert Heilmann
Student der Pharmazie ab 1955
Zum Interview
Karlheinz Voss
Student der Medizin ab 1946
Zum Interview
Mündliche ZeitzeugenerinnerungenDr. Paul Rüdiger Abele

Geburtsjahr: 1925
Studienfach: Katholische Theologie, später Philosophie
Immatrikulation: 1948
Dr. Abele studierte zunächst Katholische Theologie, später Philosophie. Neben dem mündlichen Zeitzeugeninterview liegt ein 25seitiger, schriftlicher Zeitzeugenbericht vor.
Dr. Keykawus Razawi Afschar

Geburtsjahr: 1929
Studienfach: Medizin
Immatrikulation: 1950
Dr. Afschar war der 13. iranische Gaststudent an der Johannes Gutenberg-Universität
Dr. Cuny

Geburtsjahr: 1923
Studienfach: Medizin (Im ersten Semester noch Naturwissenschaften)
Immatrikulation: 1946
Dr. Rudolf Henkel

Geburtsjahr: 1925
Studienfach: Medizin, später Zahnmedizin
Immatrikulation: 1946/47
Hermann Minor und Edith Minor-Pleban

Geburtsjahr: 1925/1927
Studienfach Chemie, Mathematik, Physik (Lehramt) / Chemie, Physik, Geographie (Lehramt)
Immatrikulation: 1946/47 / 1947
Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Molitor

Geburtsjahr: 1928
Studienfach: Rechtswissenschaft
Immatrikulation: 1946
Der Vater von Prof. Karl Molitor wurde 1946 als Professor an die damals neugegründete Johannes Gutenberg-Universität berufen und wurde der erste Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaflichen Fakultät.
Mathilde Rüßler

Mathilde Rüßler war von 1946 bis Ende 1948 als Sekretärin an der Johannes Gutenberg-Universität beschäftigt. Ihre erste Anstellung fand Sie im Lehrstuhl von Hr. Prof. Reut[t]i (Rechtswissenschaft). Nach dessen Tod wechselte Sie in das Rektorat, wo sie mit der Korrespondenz des Prorektors Prof. Erler und des Rektors Prof. Schmid befasst war.
Karlheinz Schuler

Studienfach: Rechtswissenschaft
Immatrikulation: 1946

 

Methodische Anmerkungen zum Zustandekommen der Interviews:

Die schriftlichen Zeitzeugenerinnerungen wurden im Auftrag des FVUG von Friedrich Moll erfassst und von Marcus Giebeler bearbeitet. Die mündlichen Zeitzeugenerinnerungen wurden von Marcus Giebeler im Zeitraum von 2009 bis 2010 erfasst und bearbeitet.
Die Aufzeichnung der Zeitzeugenerinnerungen erfolgte in Form mündlicher Interviews. Zur Vereinheitlichung lagen den Interviews jeweils "Leitfragen" als Gesprächsleitfaden zu Grunde. Außerdem wurde versucht, die Fragen möglichst einheitlich zu stellen und zu erläutern.

Die Rekrutierung der Interviewpartner erfolgte durch mehrere Pressemitteilungen, welche hauptsächlich in Mainzer und Wiesbadener Tageszeitungen abgedruckt wurden und zusätzlich auf der Startseite der Universität und der Internetseite des FVUG veröffentlicht wurden. In diesen wurden die Leser der Zeitung bzw. der Internetseiten aufgerufen, sich als Zeitzeugen zur Verfügung zu stellen oder geeignete mögliche Zeitzeugen zu benennen. Zu diesem Zweck wurden neben der Internetseite des FVUG sowohl telefonische als auch elektronische Kontaktmöglichkeiten angeboten.

Auf Basis der eingehenden Meldungen wurde mit den Gesprächspartnern in telefonischer oder elektronischer Form Kontakt aufgenommen und ein Termin für das Zeitzeugeninterview vereinbart. Als mögliche Orte für das Interview wurden sowohl die Privatwohnungen der Zeitzeugen als auch ein Besprechungszimmer im Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz angeboten. Im Ergebnis wurden jedoch alle Zeitzeugen in ihren eigenen Räumen interviewt.

Aus organisatorischen Gründen könnten nur Zeitzeugen mit Wohnsitz innerhalb eines Radius von ungefähr 50 km um die Universität interviewt werden. Eine anderweitige Auswahl aus der Gruppe der zur Verfügung stehenden Zeitzeugen wurde nicht getroffen.

Einige Monate nach Abschluß der Interviews wurde den Zeitzeugen das Ergebnis des Interviews mit der Bitte um Freigabe für eine Online-Veröffentlichung in Form einer Audio-CD-Rom zugesandt. Anschließend erfolgte die Veröffentlichung aller positiven Rückmeldungen an dieser Stelle. Die übrigen Zeitzeugeninterviews wurden im Universitätsarchiv archiviert.